Förderung des Theaters am Torbogen

VonPhilipp Kratschmer

Förderung des Theaters am Torbogen

Die Stiftung Integrationskultur fördert drei kleine Projekte des Theaters am Torbogen in Rottenburg mit insgesamt maximal 5.000€ Fördersumme. Das THEATER AM TORBOGEN ist ein kleines Figuren- und Kleinkunsttheater in  Rottenburg am Neckar, welches durch das ehrenamtliche Engagement von Einzelpersonen  sowie durch einen Förderverein getragen wird. Inszenierungen wie ein deutsch-syrisches  Theaterstück oder die Theaterarbeit mit Kindern und Jugendlichen tragen zu einer  lebendigen und aktiven Gesellschaft bei.

Projekt 1: Deutsch-syrisches Theaterstück

Das aktuelle Theaterprojekt „Herr Rashu hört nicht auf zu nähen“  ist ein deutsch-syrisches Theaterstück, das die Geschichte einer syrischen Familie auf der  schwierigen Flucht von Damaskus nach Deutschland erzählt.

Neben einigen deutschen Laienschauspielern spielen in diesem Stück viele Flüchtlinge aus unterschiedlichen Nationen als Schauspieler mit. Die Besonderheit des Stücks ist, dass einige Szenen des Stücks ausschließlich auf Arabisch aufgeführt werden, was die Wirkung auf das Publikum intensiviert. Das Stück ist bereits einige Male mit großen Zuschauerzuspruch in Rottenburg und Umgebung aufgeführt worden. Das Theaterstück geht dieses Jahr noch auf kleine Tour. Die Einnahmen aus den Eintrittspreisen reichen jedoch nicht aus, um die Kosten für Technik, Musiker   Aufwandsentschädigungen für Schauspieler und die Fahrtkosten zu decken. Die Förderung durch die Stiftung Integrationskultur sichert die Durchführung der Aufführungen.

Das erfolgreiche deutsch-syrische Theaterstück "Herr Rashu hört nicht auf zu nähen"

Projekt 2: Fest der Nationen im Theater

Bei den Aufführungen des Theaters am Torbogen kommen neben deutschen Laienschauspielern auch Schauspieler aus vielen unterschiedlichen Nationen und Kulturen zum Einsatz. Vor allem bei den Teilnehmern des Kinder- und Jugendtheaters ist die Vielfalt mit über 30 unterschiedlichen Nationen enorm. Im Alltagsbetrieb des Theaters kommen auf Grund der Probetätigkeiten der persönliche und kulturelle Austausch zwischen den an den Theaterstücken beteiligten Personen zu kurz. Daher soll im Rahmen eines Festes der Nationen und Kulturen im Theater am Torbogen bewusst Raum geschaffen werden für die Begegnung und den Austausch. Dadurch soll das natürliche Interesse, die andere Kultur kennenzulernen und zu verstehen, verstärkt werden . Außerdem fördert diese Maßnahme den Zusammenhalt und die Motivation der Schauspielgemeinschaft, was sich wiederum positiv auf die Qualität der Theaterstücke auswirkt.

Projekt 3: Dialog im Café

In Rottenburg fehlt es an einem Raum, in dem sich Menschen unterschiedlicher Herkunft und Kultur zwanglos treffen können, um sich kennenzuleren, sich auszutauschen und eventuell miteinander künstlerisch tätig zu werden. Das Theater am Torbogen stellt diese Räumlichkeiten im Rahmen eines sogenannten Welt-Cafés und dem Titel „Dialog im Café“ bereit. Das Theater fungiert so als Plattform für den gegenseitigen kulturellen und künstlerischen Austausch. Das Konzept sieht eine Pilotveranstaltung vor, welche bei Erfolg und Zuspruch in eine regelmäßige Veranstaltungsreihe überführt werden könnte. Die Stiftung Integrationskultur übernimmt die laufenden Kosten für das Café (Raumkosten, Catering, etc.).

 

Die Förderung durch die Stiftung Integrationskultur ermöglicht dem Theater am Torbogen nicht nur die Fortsetzung der erfolgreichen Arbeit der Vergangenheit, sondern erlaubt auch die Aufsetzung neuer Formate wie der Veranstaltungsreihe Dialog im Café.

 

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Philipp Kratschmer editor

Philipp Kratschmer ist seit Mai 2016 Vorstand der Stiftung Integrationskultur und für die Leitung der operativen Stiftungsgeschäfte verantwortlich.

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